Ü40: FC Röschenz – VFRK

Am Schluss war es wie immer bei Asterix und Obelix. Nach überstandenem Abenteuer und geschlagener Schlacht versammelten sich die Helden ums Lagerfeuer (Grill), assen Wildschwein (Bratwurst) und tranken Cervisia (Bier, freundlicherweise von Andi offeriert). Es fehlte eigentlich nur noch, dass wir einen Troubadix gefesselt und geknebelt an einen Baum gehangen hätten (es würde mir spontan durchaus ein Kandidat für diese Rolle einfallen).

Matchbericht Meisterschaft Ü40: FC Röschenz – VFRK
Und so liessen wir bei Bratwurst und Bier das vergangene Spiel Revue passieren lassen, die wichtigsten Szenen wurden nochmals analysiert und das Spiel wurde von Bier zu Bier besser. Aber zurück zu den wichtigsten Szenen.

So zum Beispiel das 1:0. Temporärarbeiter Massimo – gerade erst im Spiel auf Grund eines taktischen Nasenblutens von Philipp – hatte in einem Energieanfall einen zweiten Ball erobert. Dieser gelangte zu Ati und dessen perfekter Pass – Missgünstige sprechen von einem schlecht ausgeführten Abschlussversuch – gelangte zu Schreiner, welcher mit seinem rechten Fuss – sonst nur für’s Gleichgewicht zuständig – den Ball in die Ecke kullern liess, vorbei am verdutzten Röschenzer Goalie. Als klassischer Temporärarbeiter wurde Massimo danach trotzdem wieder ersetzt und sollte erst wieder in der zweiten Halbzeit auftauchen.

Oder aber das 2:0, als Ati den Röschenzern beibrachte, dass das Verteidigen gegen ihn auf einer Linie keine sonderliche clevere Idee ist und einfach an der ganzen Verteidigung vorbeilief und herrlich abschloss.

Wer nun gedacht hätte, dass damit schon alles erledigt wäre, sah sich getäuscht. Röschenz warf nun alles nach vorne, ein ungenügend abgewehrter Ball (von Shakir, wem sonst) gelangte zu einem Röschenzer, welcher den Ball von der Strafraumecke unhaltbar in den Kasten zimmerte.

Um im Reporterjargon zu bleiben: das Spiel wogte nun hin und her. Röschenz drückte, vernachlässigte aber dabei die Abwehr, welches uns immer wieder heikle Szenen hinten (ein Schuss zum 2:2 strich haarscharf am Pfosten vorbei), aber auch grosse Konterchancen vorne bescherte. Mauro links und Laurent rechts wurden doch einige Male schön eingesetzt und eine solche Aktion führte dann auch zum 3:1. Mauro auf links setzte sich durch, flankte schön zur Mitte, wo Schreiner nur noch den Ball über die Linie drücken musste.

Die kampferprobten Römer – sorry Röschenzer – gaben aber nicht auf und gelangten ihrerseits nochmals zum Anschlusstreffer, so dass das Spiel bis knapp vor Schluss spannend blieb. Den zahlreich anwesenden Zuschauer (circa 10) wurde also viel geboten. Erst ganz am Schluss kam die Erlösung durch einen Weitschuss von Ati, den der Goalie nach oben abwehrte, nur um zu sehen, dass der Ball hinter ihm auf den Boden und ins Goal fiel. Mit 4:2 zu unseren Gunsten war damit auch das Spiel entschieden.

Insgesamt sicher ein erfreulicher Auftakt zur Rückrunde und laut unserem Coach haben wir – notabene als erster mit 3 Punkten Vorsprung – jetzt wirklich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Wir sind alle erleichtert.

Ein letztes Highlight sollte dann aber doch noch erwähnt werden. Der vom Zügeln geschwächte Schinderpäuli fand etwas schwer im Spiel. In einer bemerkenswerten Szene nach einigen Minuten machte er den Lolo, sprich er fiel aus heiterem Himmel um, ohne dass jemand in der Nähe gewesen wäre. Knüppel in den Beinen.
Wahrlich, bei uns wird einem als Zuschauer viel geboten.

Die 3. Halbzeit wurde unter Anführung des Harassenmeisters wie üblich souverän gestaltet und im Nachgang noch der VfR Ü40-Fanclub – Sektion Aesch gegründet.

Ein Dank auch noch an unseren Azubi (nein, nicht du Maaaaax) Sandro von der Ü30, der uns freundlicherweise ausgeholfen hat.

Autor: Martin Liebrich

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