Ü40 SV Muttenz – VFRK

Ein Spiel geht zwar 90 Minuten, aber es fängt natürlich schon viel, viel früher an. Nichts Böses ahnend geht man am Vorabend an die Chilbi, um ein Fondue und ein, zwei Bierchen zu nehmen, worauf man auf den Coach trifft, der nur eine Wurst essen wollte (den man aber den ganzen Abend nie mit Wurst sehen würde).

Matchbericht Meisterschaft Ü40 – SV Muttenz – VFR Kleinhüningen – 30.09.2017

Auf Grund des riesigen Kaders für den nächsten Tag (11, 12, 13?) wurden dann alle möglichen sinnigen und vor allem unsinnigen Aufstellungsvarianten besprochen. Natürlich schickt ein verantwortungsvoller Coach einen Spieler auch früh nach Hause und bestellt ihm nicht noch ein Mass, wenn der Spieler noch ein halbes vor sich hat.

Wie angesprochen war das Kader auch schon grösser. Verletzungen und Ferienabwesenheiten (man könnte aus Australien schon mal kurz für’s Wochenende kommen) führten hier doch zu grösserer Übersichtlichkeit. So geschah es dann, dass sich ein kleines Grüppchen an einem wolkenverhangenen Samstagmittag in Muttenz traf. Dankenswerterweise durften wir auf dem Nebenfeld spielen, was in Grösse und Zustand doch dem heimischen Kartoffelacker sehr nahekam.

Nach und nach tröpfelten die Koryphäen ein, nicht zu Letzt auch unsere Aushilfen Sandro (Ü30) und Hansi (Ü50). So fanden am Schluss 13 Spieler den Weg, so dass wir wenigstens eine kleine Auswechselbank hatten.

Hinein ins Spiel, in welchem die Muttenzer unsere neuformierte Abwehr sofort testeten. Wie durchaus üblich hatten wir am Anfang etwas Mühe die Bälle von hinten rauszubringen, so dass es doch zur einen oder anderen Situation vor unserem Goal kam. Dies führte in der 12. Minute zu einem Corner, der unsere Defensive beim wohlverdienten Mittagsschläfchen überraschte und zum 1-0 für Muttenz führte.

(A propos: ich habe ihm Internet kurz die Statistik angeschaut. Da stimmt so gut wie gar nichts, laut football.ch war ich nicht einmal auf dem Platz und Stephan Haas rechter Aussenverteidiger).

Gebrannt von den letzten Spielen schwante uns schon Böses, aber siehe da, plötzlich konnten wir das Mittelfeld überbrücken und kamen unsererseits zu ersten Offensivaktionen. Das Spiel war nun ausgeglichen und wir kamen zu den besseren Chancen als der Gegner, doch schafften wir es jeweils entweder den Goalie anzuschiessen (Rehli 2x, tststs) oder uns gegenseitig im Weg zu stehen (Andi wurde vom eigenen Mann überrannt und Max der sichere Ausgleich vom ebenfalls eigenen Mann vom Scheitel geklaut).

Zu allem Unglück verletzten sich auch noch Martin Schreiner und Mauro, so dass wir schon in der ersten Halbzeit unsere letzten Trumpfkarten Hansi und Troti spielen mussten. Was natürlich auch bedeutete, dass alle restlichen durchspielen mussten (natürlich kein Problem für ein Laufwunder wie das Rehli, aber für andere?).

Mit 0-1 aus unserer Sicht ging es in die Pause, aber der Spielverlauf hatte uns doch positiv gestimmt. Die Muttenzer hatten ihrerseits Verstärkung aus ihrer Meistergruppe-Mannschaft erhalten und machten nach vorne weiter Druck, unsere Defensive stand aber trotz gewissen Ermüdungserscheinungen unterdessen recht sicher.

Nach vorne taten wir uns nun etwas schwerer, aber es resultierten weiterhin Chancen. Ein schöner Schuss von Hansi wurde pariert und eine Grosschance von Maaaax mit dem Massimo-Gedächtnis-Aussenrist verhunzt. Immerhin führte dies wiederum zu einem Corner, den Sascha mit irgendeinem Körperteil, nur nicht mit dem Kopf, in die Maschen bugsierte. Die Muttenzer Proteste brachten ausser einer gelben Karte nichts und eine solche sah auch noch Capitano Laurent für etwas, was man durchaus als Revanchefoul titulieren könnte. Muttenz hatte noch die eine oder andere Chance, vor allem als man frei vor dem Goal den Ball souverän über eben dieses schaufelte.

Irgendwann erfolgte dann endlich der Abpfiff und beide Mannschaften waren wohl nicht unglücklich über den Punkt. Eine ereignislose 3. Halbzeit wurde dann gegen halb 5 abgeschlossen mit einer kleinen Abordnung, die nochmals eine Wurst auf der Chilbi nahm.

Text: Rehlinho alias Martin Liebrich

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