Ü40 VFRK : FC Telegraph

An einem wunderschönen Frühlingssamstag trafen sich die wackeren Veteranen zum ersten Heimspiel des Jahres. Nach dem hart erkämpften Auftaktsieg war die Stimmung gut bis euphorisch, was uns aber unser miesepetriger Coach rasch wieder austrieb.

Mit dem FC Telegraph standen alte Bekannte und Tabellennachbarn als Gegner bereit. Ein echtes Strichkampfderby und wenn man sich an das Hinspiel erinnerte, konnte man erahnen, dass uns ein echter Fussballleckerbissen bevorstand. Hätten wir das Hinspiel dank eigener Mithilfe nicht so oder so verloren, wir hätten den einen Punkt freiwillig zurückgeben müssen.

Die Ersatzbank war gut gefüllt und auch der Harassenmeister war rechtzeitig vor Ort, alleine es fehlte Shakir. Beim Einspielen dann ein ungewohnter Anblick. Shakir im Anmarsch, aber nicht mit fetter Karre, sondern auf dem Velo. Böse Zungen behaupten, dass die Stützrädchen erst vor Kurzem entfernt worden sein.

Auf ins Spiel wo Sascha beschloss, mittels kapitalem Bock im Spielaufbau alle anderen Mal aufzuwecken, was dann auch durchaus funktionierte. Nun endgültig wach bekamen wir das Spiel eigentlich ziemlich gut in Griff und kamen durchaus auch zu guten Offensivaktionen. Diese wurden in der ersten Halbzeit aber allesamt entweder durch eigene Unfähigkeit, Pech oder gerne auch interessanten Regelauslegungen des Schiedsrichters im Themenbereich Offside oder Foul zunichte gemacht.

Der Höhepunkt der ersten Halbzeit war dann aber eine raffinierte Cornervariante: Corner kurz von Laurent auf Massimo, zurück auf Laurent, von dort auf den kurzen Pfosten, wo Sascha per Kopt den Ball knapp über die Latte köpfelte. Auf der Ersatzbank war man sich einig, dass Aliens Laurent und Massimo entführt und ihre Körper angenommen hatten.

Alles in allem eine gute erste Halbzeit, dementsprechend ruhig ging es in der Pause zu. Zu ändern gab es nicht viel, wir mussten einfach unsere Chancen besser umsetzen. Auch in der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel eigentlich gut im Griff, gerade defensiv konnten wir uns gegen Telegraph gut behaupten, so dass unser am Finger verletztes Goalihäschen kaum eingreifen musste.

Vorne wurden sich weiter munter Chancen erspielt und die Mannschaft machte sich einen Spass daraus, Coach Spördiola durch das komplizierte Auslassen derselbigen zur Verzweiflung zu bringen. Dieses Spielchen hielt bis weit in die zweite Halbzeit an, bis innerhalb von wenigen Minuten Laurent und Mauro ein Einsehen hatten und schöne Angriffe für einmal souverän abschlossen.

Nun kam die Zeit der taktischen Wechsel und 3 Minuten vor Schluss durfte auch Rehlinho noch etwas Matchpraxis sammeln. Kaum auf dem Feld fand er sich mit 3 andern Kleinhüningern alleine vor dem gegnerischen Goalie. Eine Situation, die wir im Training selten üben und seit Bestehen der Mannschaft auch in keinem einzigen Spiel angetroffen hatten. Dementsprechend funktionierten die Automatismen und die 1000% wurde souverän

versiebt. Leiterlipäuli mit Ball statt Leiterli war ab der völlig freien Auswahl an freien Ecken im Goal sowie anspielbaren Mitspielern so überfordert, dass er Rehlinho scharf und steil anspielte. Dieser war vom ganzen Geschehen seinerseits dann so verwirrt, dass er den Ball scharf vors Goal bringen wollte, diesen aber hinter das Goal schoss. Immerhin, wir hatten souverän wieder Zeit gewonnen und so kam dann kurz darauf der ersehnte Schlusspfiff.

Die dritte Halbzeit wurde bei Bier und Wurst souverän gestaltet, auch der neue Wirt bestand seine Heimspielpremieren und zu Hause können wir auch so falsch singen wie wir wollen. Einige wohnten dann noch dem Juniorenspiel bei, bei welchem Shakir zeigte, dass er sich während der Verletzungspause nicht geändert hat. Einen ins Aus gespielten Ball behändigte er sofort, dribbelte eine Minute gegen unsichtbare Gegner und spielte denn Pass dann souverän am ungeduldig auf den Ball warten Spieler 30 Meter vorbei.

Text: Rehlinio alias Martin Liebrich

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